Altersfahrsorge

In Folge 10 von „Sicher mit Ansage“ beschäftigt sich Hassknecht mit einem für ihn sehr unangenehmen Thema: dem Alter.

28. Januar 2022
1 Minute

Wir alle werden älter. Das gilt auch für Gernot Hassknecht – auch wenn er das nicht wahrhaben möchte. Und mit dem Alter ändert sich so manches: Man guckt plötzlich öfter mal „Traumschiff” im TV, ärgert sich andauernd über die Jugend, und im Straßenverkehr klappt es auf einmal nicht mehr so wie früher.

Während die ersten beiden Punkte leider unvermeidlich sind, können auch ältere Semester sicher durch den Straßenverkehr kommen. Ein erster wichtiger Schritt ist Akzeptanz: Man muss akzeptieren, dass die geistigen, körperlichen und kognitiven Fähigkeiten nachlassen und sein Verhalten im Verkehr dementsprechend anpassen.

Mit der Akzeptanz ist es bei Hassknecht allerdings nicht weit her: In der zehnten Folge von „Sicher mit Ansage: Hassknechts Werkstatt für Verkehrssicherheit” trifft das Thema „Ältere Verkehrsteilnehmende” bei Deutschlands bekanntesten Choleriker einen wunden Punkt: „Älteren Fußgängern beim Überqueren der Straße Hilfe anbieten? Das könnt ihr bei mir ja mal versuchen!”

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache ­– ob es Hassknecht gefällt oder nicht: Ältere Menschen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Jeder zweite (55,3 Prozent) getötete zu Fuß Gehende oder Radfahrende war 2020 65 Jahre oder älter. Durch nachlassendes Hör- und Sehvermögen und abnehmende Agilität schätzen ältere Verkehrsteilnehmende Situationen falsch ein, es kommt zu Unfällen. Diese sind in der Folge für sie gefährlicher als für junge Leute, die zum Beispiel einen Sturz häufig besser wegstecken. 

Älteren Fußgängern beim Überqueren der Straße Hilfe anbieten? Das könnt ihr bei mir ja mal versuchen!

Gefährlich sind ältere Verkehrsteilnehmende entgegen der üblichen Meinung aber nicht. Die Unfallstatistik des Statistischen Bundesamts zeigt, dass Menschen ab 65 Jahren nur 17,6 Prozent der Unfälle mit Personenschaden verschuldet haben, die von Pkw-Fahrenden verursacht wurden – bei einem Bevölkerungsanteil von etwa 22 Prozent. 

Trotzdem sollten Seniorinnen und Senioren mit zunehmendem Altem regelmäßig ihre Fahrtüchtigkeit selbstkritisch hinterfragen bzw. bewerten lassen. Hierzu bietet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat zusammen mit Autoclubs, Verkehrswachten und Fahrschulen regelmäßig spezielle Programme und Fahrsicherheitstrainings an. Auch der TÜV macht vergleichbare Angebote, bei denen sich Seniorinnen und Senioren bezüglich ihrer Fahrtüchtigkeit medizinisch und psychologisch beraten und untersuchen lassen können.

Über „Sicher mit Ansage – Hassknechts Werkstatt für Verkehrssicherheit“

In Staffel 3 der erfolgreichen Verkehrssicherheits-Serie mit Gernot Hassknecht tauscht Deutschlands bekanntester Berufs-Choleriker den Anzug gegen einen Blaumann und schlüpft in die Rolle eines leicht reizbaren Kfz-Meisters. In seiner Werkstatt gibt es nicht nur einen Satz neue Reifen, sondern auch einen Satz warme Ohren für Drängler, Handy-Glotzer und andere Verkehrssünder. Jeden Monat erscheint eine neue Folge, sowohl auf dieser Website als auch auf YouTube und der „Runter vom Gas“-Facebook Seite.