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Sicher in die Fahrradsaison

Luft in die Reifen, Öl auf die Kette, Beläge für die Bremsen: So einfach machen Sie Ihr Fahrrad frühlingsfit.

 

29.03.2018

Die Tage werden länger. Die Temperaturen steigen. Das motiviert viele Radfahrer, wieder aufzusteigen. Die erste Tour sollte man jedoch langsam angehen. Die kalte Jahreszeit geht an Fahrrädern nicht spurlos vorbei. Vor allem, wenn sie monatelang nicht gewartet wurden. Höchste Zeit also für einen Frühlingscheck – pünktlich zum Beginn der Fahrradsaison. Diese Handgriffe sind jetzt wichtig.

Vor der ersten kleinen oder großen Radtour hat das Fahrrad einen gründlichen Frühlingscheck verdient. Wer sich bereits vor den ersten warmen Tagen darum kümmert, kann sicher und ohne Hektik in die Fahrradsaison starten. Zunächst ist wichtig, das Fahrrad auf Schäden zu prüfen. Hierfür müssen Sie zunächst den Schmutz entfernen. Darum lautet der erste Schritt:

Frühjahrsputz

Grober Schmutz lässt sich in der Regel per Handfeger entfernen. Mit einer alten Zahnbürste erreicht man auch schwer zugängliche Stellen. Danach folgt das Waschen mit warmem Wasser und Lappen. Einen Hochdruckreiniger verwendet man besser nicht, dafür ist das Fahrrad viel zu empfindlich. Schlimmstenfalls gelangen dadurch Schmutz und Feuchtigkeit in die Tretlager und führen zu Schäden.

Das Rad nicht mit einem Hochdruckreiniger abspritzen – dafür ist die Technik viel zu empfindlich.

Rahmen und Lenker

Ist das Fahrrad sauber, folgt der jährliche Routinecheck. Einige Komponenten nehmen Radfahrer dabei am besten besonders unter die Lupe. Kontrollieren Sie zunächst den Rahmen. Entdecken Sie Risse oder Schäden? Dann ist die Stabilität beeinträchtigt und der Rahmen ist unbrauchbar und muss erneuert werden. Gehen Sie sicher, dass das Vorderrad beim Lenken einwandfrei zu beiden Seiten einschlägt und der Steuerkopf weder zu fest ist noch wackelt. Die Lenkergriffe hingegen sollten sich nicht verdrehen lassen. Der Vorbau-Schaft sollte fest und ausreichend tief im Rahmen sitzen. Sattel und Sattelstütze sollten Sie richtig einstellen und befestigen. Nach der Winterpause auch unbedingt bei Kinderrädern kontrollieren, ob Rad- und Körpergröße noch zueinander passen.

Die richtige Fahrrad-Größe bestimmen

Die ideale Sitzhöhe bestimmen Sie, in dem Sie folgendes prüfen: Liegt die Ferse auf dem Pedal und das Bein ist fast ganz gestreckt? Dann ist die Sitzhöhe korrekt. Weniger sportliche Radfahrer stellen den Sattel zwei Zentimeter tiefer ein. Im Sattel sitzend, sollten die Arme beim Greifen des Lenkers locker gebeugt sein. Darauf achten, dass Schaltung und Bremse bequem erreichbar und die Bremshebel gut zu greifen sind.

Bremsen

Entscheidend ist, dass die Bremsbeläge nicht verschlissen sind und beide Bremsen nicht zu hart und auch nicht zu weich wirken. Prüfen Sie auch, ob die Bremshebel fest am Lenker sitzen und sich leicht ziehen lassen. Verlassen Sie sich bei der Wartung am besten auf einen Fachmann, bei dem Sie die Bremsen regelmäßig prüfen.

Laufräder und Reifen

Kontrollieren Sie, dass die Speichen fest sitzen und achten Sie darauf, dass die Laufräder keine „Acht“ haben. Prüfen Sie ebenfalls: Sind die Felgen unbeschädigt und nicht abgenutzt? Haben die Reifen noch genug Profil? Lauffläche und Seitenwände kontrollieren Sie  auf Risse und Verschleiß. Stellen Sie erst dann den richtigen Luftdruck ein. Diese Angabe finden Sie an der Seite der Reifen. Den Mindestdruck nicht unterschreiten, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Gehen Sie sicher, dass die Ventile „dicht halten“ und senkrecht zur Felge stehen. Sonst droht ein Platten. Flickzeug und Luftpumpe sollten bei keiner Tour fehlen.

Beleuchtung und Reflektoren

Bei Front- und Rückscheinwerfern sind verschiedene Energiequellen zulässig. Batterien und Akkus müssen in jedem Fall ausreichend geladen sein. Und bei Dynamos ist wichtig, dass alle Kabel gut isoliert und fest mit den Lampen verbunden sind sowie eng am Rahmen liegen. Prüfen Sie außerdem: Sind Beleuchtung, Speichenreflektoren sowie die Front-, Rück- und Pedalreflektoren weder verschmutzt noch beschädigt? Tragen Sie außerdem mit Reflektoren ausgestattete Kleidung. Das erhöht die Sichtbarkeit – nicht nur bei Dunkelheit.

Antrieb

Je geringer der Widerstand, desto besser überträgt sich die Kraft des Radfahrers auf das Gefährt. Kurbel, Tretlager und Pedale sollten deshalb zwar fest sitzen, aber leichtgängig drehen. Funktioniert außerdem die Schaltung einwandfrei? Und hat die Kette genügend Spannung und ist ausreichend geölt? Das ist wichtig, denn das verringert den Verschleiß der Ritzel und Kettenblätter.

Weitere Ausstattung und Wartung

Damit unterwegs nichts passiert: Kontrollieren Sie vor der ersten Tour, dass alle Schraubverbindungen fest sind. Sitzen etwa die Schutzbleche ohne zu wackeln am Rahmen und schleifen nicht an den Reifen? Funktioniert die Klingel? Ein wenig Öl tut dem Fahrrad – über die Kette hinaus – an vielen Stellen gut, etwa an den Bremszügen. Bremsbeläge oder -scheiben sollten dagegen nie mit Schmiermitteln in Berührung kommen. Sonst werden sie funktionsuntüchtig.

Pedelecs benötigen Extra-Pflege

Motor, Akku und Elektronik erhöhen bei Elektro-Fahrrädern den Wartungsaufwand. Aufgrund des höheren Gewichts und in Bezug auf höhere Geschwindigkeiten sind ihre Komponenten stärkeren Belastungen ausgesetzt. Deshalb: Vor allem Bremsen und Schrauben regelmäßig kontrollieren. Wegen der verbauten Technik sollten Sie das Pedelec regelmäßig in einer Fachwerkstatt warten lassen.

Wer sein Fahrrad frühzeitig in die Werkstatt bringt, profitiert oft von Sonderangeboten.

Prüfen oder Prüfen lassen?

Viele Handgriffe können Laien selbst erledigen. Wer allerdings unsicher ist, sollte eine Werkstatt aufsuchen. Das gilt vor allem bei sicherheitsrelevanten Teilen wie Bremsen. Häufig scheitern Laien nicht nur an mangelndem Fachwissen, sondern auch an fehlendem Spezialwerkzeug. Der Vorteil: Wer sein Fahrrad frühzeitig vor der Fahrradsaison in die Werkstatt bringt, bekommt meist schnell einen Termin – und profitiert oft von Sonderangeboten.

Sauber bleiben

Je gründlicher Radler ihr Gefährt vor Schäden und Verschleiß schützen, desto sicherer sind sie unterwegs. Lange dauert der Frühlingscheck fürs Rad ohnehin nicht – vor allem dann nicht, wenn man es regelmäßig pflegt. Bei der ersten Tour sowie bei allen anderen Fahrten sollte man eines am besten nicht vergessen: den Fahrradhelm. Achten Sie beim Kauf auf die CE-Kennzeichnung. Die Angabe befindet sich in der Regel in der Innenseite des Kopfschutzes. Helme dieser Art sind geprüft und garantieren ein Mindestmaß an Schutz – damit die erste Tour nach dem Winter kein Kopfzerbrechen bereitet.

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