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Runter vom Gas
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Start der Verkehrs- und Verkehrsunfallstatistik

Zum ersten Mal hält das Statistische Bundesamt 1950 die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr fest. Mit diesen fortan jährlichen Erhebungen wird Vergleichbarkeit geschaffen. Auffällige Rückgänge der Zahl der Verkehrsopfer lassen sich meist auf einschneidende Maßnahmen der Verkehrssicherheit zurückführen.

7408

Verkehrstote im Jahr

Zum ersten Mal hält das Statistische Bundesamt 1950 die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr fest. Mit diesen fortan jährlichen Erhebungen wird Vergleichbarkeit geschaffen. Auffällige Rückgänge der Zahl der Verkehrsopfer lassen sich meist auf einschneidende Maßnahmen der Verkehrssicherheit zurückführen.

518.000 Pkw

fahren 1950 auf Deutschlands Straßen. Heute sind es rund 45 Millionen.

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, 2016)

Wendepunkt in der Verkehrssicherheit

In den Jahren des „Wirtschaftswunders“ steigt die Anzahl der Autofahrer schnell an – und damit auch die Zahl der Unfälle. 1970 erreicht die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ihren Höchststand (21.332 Verkehrstote, 578.032 Verletzte). Ein neues Bewusstsein für Sicherheit setzt ein. Schon 1969 wird der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) gegründet. 

21332

Verkehrstote im Jahr

13924

mehr Verkehrstote als 1950

In den Jahren des „Wirtschaftswunders“ steigt die Anzahl der Autofahrer schnell an – und damit auch die Zahl der Unfälle. 1970 erreicht die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ihren Höchststand (21.332 Verkehrstote, 578.032 Verletzte). Ein neues Bewusstsein für Sicherheit setzt ein. Schon 1969 wird der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) gegründet. 

102 Verkehrstote

werden 1970 pro 100.000 Fahrzeuge registriert. Heute sind es dank verbesserter Fahrzeugsicherheit und Infrastruktur, Aufklärung, Sanktionen bei Regelverstößen u.v.m. „nur“ sechs.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, 2016)

Der Gurt wird Pflicht

Im Dezember 1975 widmet der „Spiegel“ ihm mit der Schlagzeile „Gefesselt ans Auto“ eine Titelgeschichte: dem Sicherheitsgurt. Denn über die Bonner Pläne, eine Anschnallpflicht auf den Vordersitzen einzuführen, entbrennt in der Republik eine heftige Debatte, die aus heutiger Sicht absurd erscheint. Selbst nach der Einführung der Gurtpflicht, weigert sich jeder Zweite sich anzuschnallen. Erst 1984 folgt ein gesetzliches Bußgeld. Seitdem liegt die Anschnall-Quote konstant bei weit mehr als 90 Prozent.

17144

Verkehrstote im Jahr

4188

weniger Verkehrstote als 1970

Im Dezember 1975 widmet der „Spiegel“ ihm mit der Schlagzeile „Gefesselt ans Auto“ eine Titelgeschichte: dem Sicherheitsgurt. Denn über die Bonner Pläne, eine Anschnallpflicht auf den Vordersitzen einzuführen, entbrennt in der Republik eine heftige Debatte, die aus heutiger Sicht absurd erscheint. Selbst nach der Einführung der Gurtpflicht, weigert sich jeder Zweite sich anzuschnallen. Erst 1984 folgt ein gesetzliches Bußgeld. Seitdem liegt die Anschnall-Quote konstant bei weit mehr als 90 Prozent.

Das Risiko schwerer Verletzungen

ist bei Unfällen 50–70 Prozent geringer, wenn der Gurt korrekt genutzt wird. Auch Airbags wirken nur in Kombination mit der Gurtnutzung.

(Quelle: DVR, 2011)

ABS in Großserie

Das Anti-Blockier-System ist so etwas wie die „Mutter“ der elektronischen Fahrhilfen. Dank ABS bleibt ein Auto selbst bei maximaler Bremswirkung lenkfähig, da die Elektronik ein Blockieren der Räder verhindert. Ohne den Mechanismus würden die Räder bei einer Vollbremsung über die Fahrbahn rutschen. Als erster Hersteller verbaut Ford 1985 im Modell Scorpio das ABS serienmäßig. Im Jahr 2004 verpflichtet sich die gesamte europäische Autoindustrie das System als festen Standard einzuführen.

10070

Verkehrstote im Jahr

11262

weniger Verkehrstote als 1970

Das Anti-Blockier-System ist so etwas wie die „Mutter“ der elektronischen Fahrhilfen. Dank ABS bleibt ein Auto selbst bei maximaler Bremswirkung lenkfähig, da die Elektronik ein Blockieren der Räder verhindert. Ohne den Mechanismus würden die Räder bei einer Vollbremsung über die Fahrbahn rutschen. Als erster Hersteller verbaut Ford 1985 im Modell Scorpio das ABS serienmäßig. Im Jahr 2004 verpflichtet sich die gesamte europäische Autoindustrie das System als festen Standard einzuführen.

89 Prozent

aller Fahrzeuge in Deutschland sind mit ABS ausgestattet.

(Quelle: DAT, 2015)

Etablierung der Airbags

Neben dem Gurt ist der Airbag einer der wichtigsten Lebensretter im Straßenverkehr. Ein Patent dazu beantragen bereits 1953 der Deutsche Walter Linderer und der Amerikaner John W. Hendrik. In Deutschland ist es die Mercedes S-Klasse, die als erste serienmäßig mit dem Luftkissen im Lenkrad vom Band rollt. Seit 1997 bieten viele Hersteller einen Kopfairbag an. Dieser ist im Dachrahmen installiert und schützt den Fahrer bei einem Aufprall.

8549

Verkehrstote im Jahr

12783

weniger Verkehrstote als 1970

Neben dem Gurt ist der Airbag einer der wichtigsten Lebensretter im Straßenverkehr. Ein Patent dazu beantragen bereits 1953 der Deutsche Walter Linderer und der Amerikaner John W. Hendrik. In Deutschland ist es die Mercedes S-Klasse, die als erste serienmäßig mit dem Luftkissen im Lenkrad vom Band rollt. Seit 1997 bieten viele Hersteller einen Kopfairbag an. Dieser ist im Dachrahmen installiert und schützt den Fahrer bei einem Aufprall.

30–60 Millisekunden

braucht ein Airbag, um sich zu entfalten.

(Quelle: BASt, 2014)

Airbags auch für Motorräder

2006 bringt der japanische Hersteller Honda das erste und bisher einzige Airbagsystem für Motorräder auf den Markt. Der V-förmige Luftsack ist in der Tankattrappe untergebracht und fängt den Fahrer bei einem frontalen Aufprall auf. Rutscht der Fahrer jedoch seitlich von seiner Maschine, kann auch der Airbag nicht helfen. Das passiert bei etwa jedem zweiten Motorradunfall.

5091

Verkehrstote im Jahr

16241

weniger Verkehrstote als 1970

2006 bringt der japanische Hersteller Honda das erste und bisher einzige Airbagsystem für Motorräder auf den Markt. Der V-förmige Luftsack ist in der Tankattrappe untergebracht und fängt den Fahrer bei einem frontalen Aufprall auf. Rutscht der Fahrer jedoch seitlich von seiner Maschine, kann auch der Airbag nicht helfen. Das passiert bei etwa jedem zweiten Motorradunfall.

An 15 Prozent

aller Unfälle mit Personenschaden sind Krafträder beteiligt.

(Quelle: Statistisches Bundesamt, 2015)

Start der Kampagne „Runter vom Gas“

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat starten gemeinsam die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ mit konfrontativen „Todesanzeigen“. Mit hunderten Plakaten an den Autobahnen, Anzeigen sowie Fernseh- und Radiospots und vielen zielgruppenspezifischen Aktionen und Veranstaltungen werden Verkehrsteilnehmer für die Hauptunfallursachen im Straßenverkehr sensibilisiert. Ziel der Initiative ist Aufklärung und Prävention zur langfristigen Senkung der Unfallzahlen.

4477

Verkehrstote im Jahr

16855

weniger Verkehrstote als 1970

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat starten gemeinsam die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ mit konfrontativen „Todesanzeigen“. Mit hunderten Plakaten an den Autobahnen, Anzeigen sowie Fernseh- und Radiospots und vielen zielgruppenspezifischen Aktionen und Veranstaltungen werden Verkehrsteilnehmer für die Hauptunfallursachen im Straßenverkehr sensibilisiert. Ziel der Initiative ist Aufklärung und Prävention zur langfristigen Senkung der Unfallzahlen.

Mehr als 50 Millionen

Deutsche kennen „Runter vom Gas“ bereits fünf Monate nach Kampagnenstart.

(Quelle: BASt, 2008)

ESP wird Standard

Im November 2011 einigen sich die europäischen Autobauer auf den serienmäßigen Einbau der Fahrdynamikregelung, besser bekannt als Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP). Das ESP verhindert durch ein gezieltes Bremsen einzelner Räder das Ausbrechen des Fahrzeugs. Das System gewährleistet so auch in kritischen Fahrsituationen und bei schwierigen Straßenverhältnissen eine hohe Fahrstabilität und Sicherheit.  

4009

Verkehrstote im Jahr

17323

weniger Verkehrstote als 1970

Im November 2011 einigen sich die europäischen Autobauer auf den serienmäßigen Einbau der Fahrdynamikregelung, besser bekannt als Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP). Das ESP verhindert durch ein gezieltes Bremsen einzelner Räder das Ausbrechen des Fahrzeugs. Das System gewährleistet so auch in kritischen Fahrsituationen und bei schwierigen Straßenverhältnissen eine hohe Fahrstabilität und Sicherheit.  

Rund drei Viertel

der Pkw in Deutschland (76 Prozent) sind mit ESP ausgestattet. In Fahrzeugen der oberen Mittel- und Oberklasse gehören elektronische Stabilitätssysteme mit 95 Prozent zum Standard.

(Quelle: BASt, 2016)

Automatische Notbremsen im LKW

Seit November 2015 sind alle in Deutschland neu zugelassenen Nutzkraftwagen und Busse mit mehr als 9 Sitzplätzen mit dem Notbremssystem AEBS (Advanced Emergency Braking System) ausgestattet. Dabei beobachtet Kamera- und Radartechnik die Straße und warnt mit einem akustischen Signal vor einer drohenden Kollision. Reagiert der Fahrer nicht, wird das Fahrzeug auch ohne seine Mitwirkung abgebremst, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

3459

Verkehrstote im Jahr

17873

weniger Verkehrstote als 1970

Seit November 2015 sind alle in Deutschland neu zugelassenen Nutzkraftwagen und Busse mit mehr als 9 Sitzplätzen mit dem Notbremssystem AEBS (Advanced Emergency Braking System) ausgestattet. Dabei beobachtet Kamera- und Radartechnik die Straße und warnt mit einem akustischen Signal vor einer drohenden Kollision. Reagiert der Fahrer nicht, wird das Fahrzeug auch ohne seine Mitwirkung abgebremst, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Bis zu 90 Prozent

aller verheerenden Auffahrunfälle von LKWs sind durch Notbremssysteme vermeidbar.

(Quelle: Deutsche Verkehrswacht, 2013)

Auch in Zukunft ist jeder Verkehrstote einer zu viel

Im Jahr 2016 kamen auf deutschen Straßen 3.214 Menschen ums Leben – rund neun Menschen pro Tag. Um diese Zahl weiter zu senken, setzen sich BMVI und DVR mit der Verkehrssicherheits-kampagne „Runter vom Gas“ und einer Vielzahl von Partnern für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen ein. Neben vielen baulichen und technischen Maßnahmen soll auch die Kampagne dazu beitragen, das im nationalen Verkehrs-sicherheitsprogramm 2011 festgelegte Ziel von 40 Prozent weniger Todesopfern bis 2020 zu erreichen.

1950
1970
1976
1985
1997
2006
2008
2011
2015
2020

https://www.runtervomgas.de/mitmachen/timeline-der-verkehrssicherheit.html