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Nur wer sichtbar ist, ist sicher

Mit reflektierender Kleidung oder anderem Zubehör können Fußgänger und Fahrradfahrer ihre Sichtbarkeit erheblich steigern – hier mehr!

 

08.02.2019

Fußgänger gehören zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Besonders in der dunklen Jahreszeit sind sie gefährdet: Nebel, Regen, Wind, häufig auch Schnee und Glatteis erfordern von Autofahrern in dieser Zeit ihre ganze Konzentration. Und Fußgänger sind bei schlechten Sichtverhältnissen oft erst spät erkennbar. 

In Herbst und Winter verunglücken mehr Fußgänger

Fußgänger dürfen nicht davon ausgehen, dass andere Verkehrsteilnehmer sie immer rechtzeitig erkennen, schon gar nicht in der Dunkelheit. 

Das zeigen auch die Unfallzahlen. So verunglückten 2017 in den Sommermonaten Juni, Juli und August 6.333 Fußgänger innerorts, in Herbst und Winter (Oktober bis Dezember) 9.119.

Helle Kleidung ist nicht ausreichend, Reflektoren sind besser

Mit der richtigen Bekleidung können Fußgänger und natürlich auch Radfahrer ihre Sichtbarkeit erhöhen. Am besten sind Fußgänger mit retroreflektierenden, möglichst großen Flächen entweder als Kleidung oder an Taschen, Rucksäcken oder ähnlichem zu sehen.

Beim Kauf sollten Verbraucher darauf achten, dass die Kleidungsstücke den europäischen EN-Normen (ISO 20471 für Bekleidung und Warnwesten) entsprechen. Sie sorgen dafür, dass der Autofahrer Fußgänger  schon aus 150 Metern Entfernung erkennt – so bleibt genug Zeit, um rechtzeitig anzuhalten.

Unterschied zwischen fluoreszierendem und reflektierendem Material

Fluoreszierendes Material wandelt unsichtbares in sichtbares Licht um. Auch bei trübem Wetter leuchtet deshalb eine Warnweste heller. Bei Dunkelheit ist diese Funktion aber nicht gegeben.

Dagegen wirft sogenanntes retroreflektierendes Material – ebenfalls großflächig in Streifen auf Warnwesten enthalten – Lichtstrahlen in die Richtung zurück, aus der sie kommen. Reflektormaterial an Jacken oder Rucksäcken schützt so im Dunkeln besonders gut, weil es für den Autofahrer im Scheinwerferlicht aussieht, als ob es leuchtet.

Im Winter 2017 kamen über 30 Prozent mehr Fußgänger zu Schaden als im Sommer.

Fußgänger: So schützen sie sich selbst

Mit Kleidung aus reflektierendem Material oder Reflexbändern an Armen und Beinen erhöhen Fußgänger daher ihre eigene Sichtbarkeit erheblich und verringern ihr Unfallrisiko in der Dunkelheit drastisch. Zusätzlich sollten Fußgänger ihr Verhalten im Straßenverkehr den geänderten Sichtverhältnissen anpassen. 

Fußgänger sollten zum Überqueren von Straßen in der Dunkelheit nur sichere Überwege nutzen und im Zweifelsfall lieber kleine Umwege in Kauf nehmen. Niemals diagonal die Straße überqueren. Zu den sicheren Überquerungsmöglichkeiten gehören Fußgängerüberwege mit und ohne Ampelanlage und einfache Querungshilfen. 

Meiden Sie als Fußgänger für Autofahrer schlecht einsehbare Stellen, um eine Straße zu überqueren. Rechnen Sie damit, dass Autofahrer Sie deutlich später erkennen als Sie die Fahrzeuge.

Radfahrer ebenso gefährdet

Radfahrer haben gegenüber Fußgängern einen entscheidenden Vorteil: Eine intakte Beleuchtung und die vorgeschriebenen Reflektoren des Fahrrads sorgen für Sichtbarkeit. Rundum an beiden Reifen angebrachte retroreflektierende Speichenclips oder Fahrradreifen mit retroreflektierenden Manteln erhöhen die Sichtbarkeit des Fahrrads noch deutlich. So ist das Fahrrad, wenn es von Pkw-Scheinwerfern erfasst wird, gut in seinem kompletten Umriss zu sehen.

Wenn diese Ausstattung des Fahrrads nicht vorhanden ist, können Radfahrer wie Fußgänger mit Kleidung aus reflektierendem Material auf sich aufmerksam machen. Am einfachsten können Sie eine Warnweste über der Kleidung tragen. Alternativ erhöhen  Reflexstreifen an Armen und Beinen (Klackband oder Reflektorband genannt), sowie reflektierende  Flächen an Satteltaschen die Sichtbarkeit erheblich.

Tipp: Reflexbänder sollten Radfahrer unbedingt auch an Fußgelenken tragen, dann befinden sich die Reflektorstreifen auf Höhe des Lichtkegels der Autoscheinwerfer.

Beim Kauf von Reflexmaterial lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten und achten Sie darauf, dass Ihr Zubehör für die verbesserte Sichtbarkeit den gültigen DIN-Normen entspricht.

Natürlich sollten Radfahrer ihr Tempo ebenfalls den Sichtverhältnissen anpassen und den Vorteil der leichteren Erkennbarkeit nicht dadurch zunichtemachen, dass sie unvermittelt vor dem Autofahrer auftauchen.

Autofahrer müssen ihre Fahrweise anpassen

Autofahrer müssen besonders innerorts mit schlecht sichtbaren Fußgängern und Radfahrern rechnen. Im Dunkeln und besonders an unübersichtlichen Stellen müssen sie deshalb unbedingt ihre Fahrweise anpassen und vom Tempo gehen.

Durch saubere Scheiben und funktionierende, richtig eingestellte Scheinwerfer sowie funktionsfähige Scheibenwischer sorgen Autofahrer selbst für eine möglichst gute Sicht. 

Bilder: RvG, DVR, made visible

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