Um Ihnen ein angenehmes Online-Erlebnis zu ermöglich, setzen wir auf unserer Website Cookies ein. Durch das Weitersurfen auf runtervomgas.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung („Einsatz von Cookies" und „Statistische Erfassung).

Runter vom Gas
Alle Ergebnisse

Verkehrsunfälle: Pkw-Fahrer begehen die meisten Fehler

Autofahrer sind am häufigsten in Unfälle mit Personenschaden verwickelt.

 

01.11.2019

Im Jahr 2018 waren Pkw-Fahrer an rund 245.000 Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt. Dabei kamen 326.658 Menschen zu Schaden, davon 2.333 tödlich. Keine Gruppe von Verkehrsteilnehmern war so häufig in Unfälle involviert wie Autofahrer. 71 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland starben 2018 durch einen Unfall mit Pkw-Beteiligung. Das ergeben Auswertungen des Statistischen Bundesamtes.

Von den 3.275 im Jahr 2018 im Straßenverkehr getöteten Personen waren 43,5 Prozent in einem Pkw (1.424) unterwegs. 1.102 Pkw-Fahrer und 322 Mitfahrer kamen ums Leben, verletzt wurden 154.035 Fahrer und 57.525 Mitfahrer. Laut Statistik haben die Pkw-Fahrer auch die meisten Unfälle selbst verursacht: 2018 waren es rund 206.000 Unfälle mit Personenschaden.

Die meisten Pkw-Insassen sterben auf der Landstraße

Am häufigsten kamen Pkw-Insassen auf der Landstraße um: 2018 verloren hier von den insgesamt 1.424 getöteten Pkw-Insassen 1.012 Fahrer und Mitfahrer ihr Leben. Auf Autobahnen starben 232 Pkw-Insassen, innerorts 180. Zwar registrierte die Polizei in geschlossenen Ortschaften die wenigsten getöteten Pkw-Insassen, dafür aber die meisten Verletzten (106.243). Außerorts (ohne Autobahnen) wurden 77.145 Pkw-Insassen verletzt, auf Autobahnen 28.172 Fahrer und Mitfahrer.

Ältere Pkw-Insassen kommen am häufigsten zu Tode

Ältere Menschen haben in einem Pkw ein deutlich höheres Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen. 2018 starben bei Unfällen 257 Fahrer und Mitfahrer ab 75 Jahren. In keiner anderen Altersgruppe gab es so viele getötete Pkw-Insassen. Bei den schwerverletzten Fahrern und Mitfahrern führt die Unfallstatistik 2.993 Senioren ab 75 Jahren, dicht gefolgt von der Altersgruppe der 18- bis 20-jährigen mit 2.825 Schwerverletzten. Die Zahl der leicht verletzten Senioren ab 75 Jahren in Pkw (8.857) ist dagegen vergleichsweise niedrig. Hier verzeichnete die Polizei am häufigsten leichtverletzte Fahrer und Mitfahrer bei den 25- bis 29-Jährigen (20.659).  

Junge Autofahrer und Senioren sind häufig Hauptverursacher

Zwei Altersgruppen stechen in der Statistik besonders hervor: 69,1 Prozent der Pkw-Fahrer im Alter von 18 bis 20 Jahren, die 2018 an Unfällen mit Personenschaden beteiligt waren, wurden von der Polizei als Hauptverursacher verzeichnet. Noch höher ist dieser Anteil bei den älteren Autofahrern, konkret bei Pkw-Fahrern ab 75 Jahren: Waren sie in einem Unfall mit Personenschaden involviert, trugen drei Viertel (75,6 Prozent) die Hauptschuld. Insgesamt verursachten sie jedoch nur 7,4 Prozent der Pkw-Unfälle.  

Unfälle mit Personenschaden: Am häufigsten machen Autofahrer Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren

Mit 91,6 Prozent ist menschliches Fehlverhalten die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Die meisten Fehler unterliefen 2018 Pkw-Fahrern. Von 382.065 Verfehlungen bei Unfällen dieser Art waren 247.385 Autofahrern zuzuordnen. Die drei häufigsten Fehler von Autofahrern:

● Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (47.000)

● Fehler beim Gewähren von Vorfahrt oder Vorrang (42.887)

● Abstandsfehler (39.393)

Sicher durch den Verkehr: Tipps für Autofahrer

● Moderne Pkw verfügen mehr und mehr über hilfreiche Assistenzsysteme. Doch Rücksicht und vorausschauendes Fahren sind weiterhin unerlässlich. Dazu zählt unter anderem: Mehrmalige Schulterblicke beim Abbiegen und beim Spurwechsel nie vergessen und immer rechtzeitig blinken.

 

● Abstand halten: Als Faustregel gilt der „halbe Tacho“. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde bedeutet das, einen Abstand von mindestens 25 Metern zu halten.

 

● Planen Sie – vor allem bei längeren Autoreisen – viel Zeit ein. Das reduziert den Stress und damit das Unfallrisiko.

 

● Das Auto muss verkehrssicher sein: Automobilclubs bieten regelmäßig Überprüfungen beispielsweise der Beleuchtung (vor dem Winter) oder der Bremsen an. Nutzen Sie solche Checks.

 

● Achten Sie immer auf Tempolimits. Auch wenn Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten oder unterschreiten: Sie könnten trotzdem zu schnell unterwegs sein. Passen Sie Ihr Tempo stets auch an äußere Bedingungen wie Straßen-, Wetter- und Sichtverhältnisse an.

 

● Konzentrieren Sie sich auf den Verkehr. Der Griff zum Handy ist am Steuer verboten.

 

● Fahren Sie vorausschauend und suchen Sie ggf. Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern. Nehmen Sie vor allem auf schwächere Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Radfahrer Rücksicht.

Weitere Informationen über das sichere Autofahren gibt es auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Deutschen Verkehrssicherheitsrats sowie der Deutschen Verkehrswacht – und hier als Download:

https://www.runtervomgas.de/verkehrsteilnehmer/artikel/verkehrsunfaelle-pkw-fahrer-begehen-die-meisten-fehler.html