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Verkehrsunfälle von Pkw-Fahrern

Autofahrer sind am häufigsten in Unfälle mit Personenschaden verwickelt.

 

07.11.2018

Im Jahr 2017 waren Pkw-Fahrer an knapp 245.000 Verkehrsunfällen mit Personenschaden beteiligt. Dabei kamen 327.699 Menschen zu Schaden, davon 2.296 tödlich. Keine Gruppe von Verkehrsteilnehmern war so häufig in Unfälle involviert wie Autofahrer. Mehr als zwei Drittel aller Verkehrstoten in Deutschland starben 2017 also durch einen Unfall mit Pkw-Beteiligung. Das ergeben Auswertungen des Statistischen Bundesamtes.

Von den 3.180 im Jahr 2017 im Straßenverkehr getöteten Personen war fast die Hälfte (45,1 Prozent) in einem Pkw unterwegs. 1.106 Pkw-Fahrer und 328 Mitfahrer kamen ums Leben, verletzt wurden 158.396 Fahrer und 60.044 Mitfahrer. Laut Statistik haben die Pkw-Fahrer auch die meisten Unfälle selbst verursacht: 2017 waren es rund 206.400 Unfälle mit Personenschaden.

Die meisten Pkw-Insassen sterben auf der Landstraße

Am häufigsten kamen Pkw-Insassen auf der Landstraße um: 2017 verloren hier von den insgesamt 1.434 getöteten Pkw-Insassen 1.034 Fahrer und Mitfahrer ihr Leben. Auf Autobahnen starben 215 Pkw-Insassen, innerorts 185. Zwar registrierte die Polizei in geschlossenen Ortschaften die wenigsten getöteten Pkw-Insassen, dafür aber die meisten Verletzten (110.618). Außerorts (ohne Autobahnen) wurden 78.485 Pkw-Insassen verletzt, auf Autobahnen 29.337 Fahrer und Mitfahrer.

Ältere Pkw-Insassen kommen am häufigsten zu Tode

Ältere Menschen haben in einem Pkw ein deutlich höheres Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen. 2017 starben bei Unfällen 252 Fahrer und Mitfahrer ab 75 Jahren. In keiner anderen Altersgruppe gab es so viele tote Pkw-Insassen. Bei den schwerverletzten Fahrern und Mitfahrern führt die Unfallstatistik 2.912 Senioren ab 75 Jahren. Die meisten schwerverletzten in dieser Kategorie gab es jedoch in der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen (2.968). Die Zahl der leicht verletzten Senioren in Pkw (8.251) ist dagegen vergleichsweise niedrig. Hier verzeichnete die Polizei am häufigsten leichtverletzte Fahrer und Mitfahrer bei den 25- bis 29-Jährigen (22.139). 

Junge Autofahrer und Senioren sind häufig Hauptverursacher

Zwei Altersgruppen stechen in der Statistik besonders hervor: 70,3 Prozent der Pkw-Fahrer im Alter von 18 bis 20 Jahren, die 2017 an Unfällen mit Personenschaden beteiligt waren, wurden von der Polizei als Hauptverursacher verzeichnet. Noch höher ist dieser Anteil bei den älteren Autofahrern, konkret bei Pkw-Fahrern ab 75 Jahren: Waren sie in einem Unfall mit Personenschaden involviert, trugen fast drei Viertel (74,3 Prozent) die Hauptschuld. Insgesamt verursachten sie jedoch nur 8,4 Prozent der Pkw-Unfälle. 

Unfälle mit Personenschaden: Am häufigsten machen Autofahrer Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren

Mit 91,2 Prozent ist menschliches Fehlverhalten die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Die meisten Fehler unterliefen 2017 Pkw-Fahrern. Von 374.776 Verfehlungen bei Unfällen dieser Art waren 247.837 Autofahrern zuzuordnen. Die drei häufigsten Fehler von Autofahrern:

  • Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (45.203)
  • Fehler beim Gewähren von Vorfahrt oder Vorrang (42.725)
  • Fehler beim Einhalten des Sicherheitsabstands (39.490) 

Sicher durch den Verkehr: Tipps für Autofahrer

  • Moderne Pkw verfügen mehr und mehr über hilfreiche Assistenzsysteme. Doch Rücksicht und vorausschauendes Fahren sind weiterhin unerlässlich. Dazu zählt unter anderem: Den Schulterblick beim Abbiegen und beim Spurwechsel nie vergessen und immer rechtzeitig blinken.

  • Abstand halten: Als Faustregel gilt der „halbe Tacho“. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde bedeutet das, einen Abstand von mindestens 25 Metern zu halten.
  • Planen Sie – vor allem bei längeren Autoreisen – viel Zeit ein. Das reduziert den Stress und damit das Unfallrisiko.
  • Das Auto muss verkehrssicher sein: Automobilclubs bieten regelmäßig Überprüfungen beispielsweise der Beleuchtung (vor dem Winter) oder der Bremsen an. Nutzen Sie solche Checks.
  • Auch wenn Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten oder unterschreiten: Sie könnten trotzdem zu schnell unterwegs sein. Passen Sie Ihr Tempo stets an äußere Bedingungen wie Straßen-, Wetter- und Sichtverhältnisse an.
  • Konzentrieren Sie sich auf den Verkehr. Der Griff zum Handy ist am Steuer verboten.
  • Fahren Sie vorausschauend und suchen Sie ggf. Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern. Nehmen Sie vor allem auf schwächere Verkehrsteilnehmer, Fußgänger und Radfahrer Rücksicht.

Weitere Informationen über das sichere Autofahren gibt es auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Deutschen Verkehrssicherheitsrats sowie der Deutschen Verkehrswacht – und hier als Download:

https://www.runtervomgas.de/verkehrsteilnehmer/artikel/verkehrsunfaelle-von-pkw-fahrern.html