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Sicher mobil im Alter

Jeder zweite tödlich verunglückte Fußgänger ist mindestens 65 Jahre alt. Eine bundesweite Aktionswoche ruft Autofahrer zu mehr Aufmerksamkeit auf.

 

12.12.2018

Am 10. Dezember ist die Aktionswoche „Sicher mobil im Alter“ gestartet. Damit will der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dazu beitragen, die Sicherheit von Senioren im Straßenverkehr zu erhöhen. Knapp 7.000 Fußgänger ab 65 Jahren verunglückten im Jahr 2017 auf deutschen Straßen, bei den älteren Fahrradfahrern waren es sogar doppelt so viele. Die meisten dieser Unfälle ereigneten sich innerorts.

Im Rahmen der Aktionswoche sensibilisiert der DVR Autofahrer bundesweit mit Plakaten und ruft sie zu mehr Aufmerksamkeit auf. Denn ältere Menschen benötigen im Straßenverkehr manchmal mehr Zeit. Sie sollten von Autofahrern nicht gedrängt oder durch hohe Geschwindigkeiten und eine aggressive Fahrweise zusätzlich gestresst werden. Gleichzeitig gibt die Kampagne älteren Fußgängern nützliche Tipps. Die Quintessenz lautet: Sicherheit geht vor, dafür sollte stets genug Zeit sein.

Das Plakatmotiv wurde am 10.Dezember in Berlin vorgestellt. DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf enthüllte ein Plakat der Kampagne am Washingtonplatz. Rund um den Berliner Hauptbahnhof wurden neben Infomaterialien auch Regenschirme mit retroreflektierenden Elementen verteilt, die Fußgänger auch bei schlechtem Wetter sichtbar machen und sie so schützen. Die meisten Unfälle mit Personenschaden passieren zwischen 16 und 17 Uhr, im Dezember ist es zu dieser Zeit dunkel. Gerade ältere Menschen sind oft dunkel gekleidet – eine gefährliche Kombination.

„Ältere benötigen im Straßenverkehr unsere besondere Aufmerksamkeit“, sagt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. „Wer zu Fuß unterwegs ist, braucht besonderen Schutz. Sichere Mobilität bedeutet Lebensqualität für jede Generation.“ Fußgänger zählen zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern. Die Unfallfolgen sind bei älteren Menschen besonders schwer: 2017 war jeder fünfte Verletzte über 65 Jahre alt, bei den Getöteten war es jeder zweite.

Die DVR-Aktionswoche „Sicher mobil im Alter“ findet 2018 zum ersten Mal statt. Sie rückt die Sicherheit von älteren Fußgängern in den Mittelpunkt. Die Plakate werden bundesweit zu sehen sein.

Tipps für Senioren

Sichtbar sein

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, sichtbar zu sein. Nutzen Sie Kleidung oder Zubehör mit reflektierenden und fluoreszierenden Materialien.

Sicher stehen

Tragen Sie Schuhwerk, in dem Sie einen guten Stand haben und nicht so leicht das Gleichgewicht verlieren.

Sicher aufhalten

Ampeln, Zebrastreifen und Mittelinseln sind sichere Stellen, um eine Straße zu überqueren. Wenn nichts davon vorhanden ist, nehmen Sie – wenn möglich – den kürzesten Weg, und achten Sie darauf, dass dieser für Autofahrende gut einsehbar ist.

Sicher überqueren

Wer länger braucht, um eine Straße zu überqueren, sollte sich nicht hetzen lassen. Warten Sie ab, bis die Lücke groß genug ist, und machen Sie Autofahrende per Blickkontakt oder Handzeichen auf sich aufmerksam.

Sicher gehen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Wahrnehmung eingeschränkt ist, Sie unsicher gehen oder das Gleichgewicht kaum halten können, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach Rat. Nutzen Sie Hilfsmittel, die Sie unterstützen, möglichst lange. 

Tipps für Autofahrer

Zeit geben

Manche zu Fuß Gehende brauchen länger, um eine Straße zu überqueren. Kein Grund, ungeduldig zu werden. Geben Sie ihnen Zeit!

Tempo drosseln

Drosseln Sie Ihr Tempo und seien Sie bremsbereit, denn „wer ein Fahr- zeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen ... so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist“. (StVO, § 3) 

Fotos: DVR

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