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Runter vom Gas
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Neue Regeln für Autofahrer

Autofahrer müssen sich seit dem 1. Januar an neue Regeln halten. Einige der Änderungen gelten ab sofort, für manche gibt es zum Teil längere Übergangsfristen. „Runter vom Gas“ fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

 

22.12.2017

Autofahrer müssen sich seit dem 1. Januar an neue Regeln halten. Einige der Änderungen gelten ab sofort, für manche gibt es zum Teil längere Übergangsfristen. „Runter vom Gas“ fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen. 

Winter- und Ganzjahresreifen nur noch mit Schneeflocken-Symbol

Achtung, Winterreifen-Muffel: Autofahrer, die bei winterlichen Verhältnissen nicht mit wintertauglichen Reifen unterwegs sind, müssen mit einem höheren Bußgeld rechnen. Es steigt auf mindestens 60 Euro. Zusätzlich gibt es wie bisher einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei.

Außerdem neu: Die bisherige Kennzeichnung mit dem M+S-Symbol für Winter- und Ganzjahresreifen reicht seit dem 1. Januar 2018 nicht mehr aus. Nur noch Reifen mit dem sogenannten Alpine-Symbol, der Schneeflocke, erfüllen die „situative Winterreifenpflicht“. Aber: Vor 2018 hergestellte Reifen dürfen noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden. 

Tipp:

Auch wenn der Gesetzgeber lediglich ein Mindestprofil von 1,6 Millimetern vorschreibt, raten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), Automobilclubs und Experten  zu mindestens vier Millimetern Profil bei Winterreifen und 3 mm bei Sommerreifen. Da Reifen mit zunehmendem Alter immer härter werden und sich deshalb nicht mehr optimal mit dem Untergrund verzahnen können, sollten sie zudem spätestens nach zehn Jahren erneuert werden.

Notrufsystem bei allen neuen Modellen Pflicht

Bei einem Autounfall kann jede Sekunde zählen. Wertvolle Zeit geht verloren, wenn die verunfallten Insassen wegen ihrer Verletzungen nicht mehr selbst die Rettungskräfte alarmieren können. Deshalb bieten einige Autohersteller für ihre Fahrzeuge schon länger ein automatisches Notrufsystem an. Ab dem 1. April 2018 müssen es europaweit alle Neuwagen an Bord haben. Dieses eCall genannte System setzt bei einem Unfall automatisch einen Notruf ab und stellt eine Sprechverbindung zwischen Rettungsleitstelle und Insassen her. Gleichzeitig sendet eCall die wichtigsten Daten an die nächste Rettungsleitstelle. Dazu gehören unter anderem der genaue Standort, der Unfallzeitpunkt, die Zahl der Insassen und die Art des Treibstoffes. Dank eCall kommen die Retter schneller zu den Verletzten und haben gleich die wichtigsten relevanten Informationen zur Hand.

Autos mit grüner Plakette müssen zur Hauptuntersuchung

Nicht verschlafen: Autos, die noch mit einer grünen Prüfplakette am hinteren Kennzeichen fahren, müssen 2018 zur Hauptuntersuchung (HU). In welchem Monat, verrät die Ziffer oben am Rand der HU-Plakette. Wer den Prüfungstermin zwischen zwei und vier Monate überzieht, muss laut Bußgeldkatalog 15 Euro Strafe zahlen. Bei vier bis acht Monaten sind es 25 Euro, bei mehr als acht Monaten beträgt die Strafe 60 Euro plus einen Punkt im Flensburger Zentralregister. Ab mehr als acht Monaten werden 75 Euro fällig, zudem gibt es ebenfalls einen Punkt. Die HU-Prüfer checken, ob das Fahrzeug noch verkehrssicher ist, besonderes Augenmerk gilt sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen, Lenkung, Stoßdämpfern und Beleuchtungsanlage sowie Reifen. Bei neueren Fahrzeugen werden seit Juli 2015 im Rahmen der HU auch die Fahrerassistenzsysteme überprüft. Je älter die Fahrzeuge sind, desto häufiger fallen sie mit erheblichen Mängeln durch die HU. 

Kfz-Versicherung: neue Typ- und Regionalklassen

Wie jedes Jahr werden die Typ- und Regionalklassen in der Kfz-Versicherung auf Basis der Schadenhäufigkeit der vergangenen drei Jahre für das Folgejahr angepasst. Während sich bei den Typklassen (entscheidend für die Teil- und Vollkasko-Prämien) zum Jahreswechsel 2017/2018 kaum etwas ändert, können sich 5,5 Millionen Autohalter über eine niedrigere Einstufung der Regionalklasse und damit eine Absenkung der Versicherungskosten in der Haftpflicht freuen. 3,6 Millionen Versicherungsnehmer hingegen müssen mehr bezahlen. 

Abgasuntersuchung mit Endrohrmessung wird Pflicht

Seit dem 1. Januar 2018 wird bei allen Pkw – egal ob mit Benzin- oder Dieselmotor – die Abgasuntersuchung wieder mit einer Messsonde am Endrohr durchgeführt. So sollen die Prüfer defekte oder manipulierte Abgasanlagen besser entdecken. Bisher waren Pkw ab Baujahr 2006 von dieser Messmethode ausgenommen. Bei ihnen wurden lediglich Diagnosedaten über ein Adapterkabel ausgelesen. Bei Elektroautos entfällt die Abgasuntersuchung natürlich.

Neuberechnung der Kfz-Steuer ab September

Ab dem 1. September berechnet sich die Kfz-Steuer nach dem neuen Verbrauchsmessverfahren Worldwide Harmonized Light-Duty Test Procedure (WLTP). Dieses Verfahren soll deutlich realistischere Verbrauchs- und Schadstoffwerte ermitteln als der bisherige NEFZ-Zyklus. Durch das neue Messverfahren ist bei Neuwagen, die das erste Mal zugelassen werden, mit erhöhten Werten zu rechnen. Da sich die Kfz-Steuer unter anderem aus Verbrauch und CO2-Ausstoß eines Autos berechnet, werden diese Neuwagen dann auch höher besteuert.

 

Bild: dpa

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