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Pannenfrei durch den Winter

In der kalten Jahreszeit lauern beim Autofahren einige Gefahren

 

22.03.2018

Eine Panne ist immer ärgerlich. Verweigert das Auto bei arktischer Kälte den Dienst, ist ein solcher Defekt aber besonders unangenehm. Wer sein Fahrzeug auf die kalte Jahreszeit vorbereitet und im Winter einige wichtige Aspekte beachtet, vermeidet unangenehme und gefährliche Situationen aufgrund des liegen gebliebenen Fahrzeugs.

Jeder kennt die Szenerie. Man sitzt im Auto, draußen ist es bitter kalt. Plötzlich tritt der Super-GAU ein, nichts geht mehr. Das Fahrzeug hat eine Panne. Ein oftmals vermeidbarer Schlamassel: Mit der richtigen Pflege und Vorbereitung lassen sich die meisten winterbedingten Pannen und sogar mögliche Unfälle vermeiden.

Die Batterie:

Eine entladene oder defekte Batterie ist die Hauptursache für Autopannen im Winter. Gut zu wissen, bevor man in die kalte Jahreszeit startet: Autobatterien verlieren ab ihrem vierten Lebensjahr an Leistung. Ein untrügliches Zeichen für das Nachlassen der Batteriekraft ist, wenn der Anlasser schon bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt nur noch mühsam funktioniert. Dann sollte man unbedingt die Batterie überprüfen. Wer an seinem Parkplatz eine Steckdose hat, kann im Winter ein Ladeerhaltungsgerät an die Batterie klemmen – so bleibt der Stromspender auch bei arktischen Temperaturen fit. Wer mag, besorgt sich eine Powerbank (rund 50 Euro), wie es sie auch für Smartphones und Tablets gibt, und deponiert sie im Handschuhfach.

Die richtigen Reifen:

Reifen sind im Winter besonders gefordert, denn bei Schnee und Eis ist ein guter Kontakt zur Straße extrem wichtig. Eine generelle Vorschrift, dass in den Wintermonaten Autos nur mit Winterreifen unterwegs sein dürfen, existiert in Deutschland nicht. Die Straßenverkehrsordnung verweist stattdessen auf die „situative Winterreifenpflicht“. Das bedeutet, dass die Reifen den Straßenverhältnissen entsprechen müssen: Bei winterlichen Straßenbedingungen sind Winterreifen Pflicht. Für die Reifen gelten seit Jahresbeginn 2018 neue Bestimmungen. Reifen mit einfacher M+S-Kennzeichnung reichen bei schneebedeckter Fahrbahn nicht mehr. Erlaubt sind dann nur noch Winterreifen mit Alpine-/Schneeflocken-Symbol. Vor 2018 hergestellte M+S-Reifen dürfen aber weiterverwendet werden. Allerdings sollten die Winterreifen mindestens vier Millimeter Profil haben und nicht älter als zehn Jahre sein. Bei älteren Reifen wird das Gummi hart, das Profil kann sich nicht mehr richtig in den Schnee krallen.

Frostschutz:

Fehlender Kühlerfrostschutz kann das ganze Auto außer Betrieb setzen und großen Schaden anrichten. Darum gilt: Vor kalten Winternächten die Kühlerflüssigkeit prüfen. Tester dafür gibt es an vielen Tankstellen und in Kfz-Werkstätten. Genauso wichtig ist der Frostschutz im Scheibenwasser. Im Winter verdrecken die Frontscheiben sehr schnell. Wenn dann die Scheibenreinigungsanlage nicht funktioniert, gerät die Fahrt schnell zum Blindflug – und das ist natürlich brandgefährlich.

Auto von Schnee und Eis befreien:

Oft beobachtet man, dass im Winter die Scheiben von Autos von innen zugefroren sind. Klar, mit der Kleidung und den Schuhen trägt man Feuchtigkeit ins Auto. Hier hilft es, während der Fahrt die Klimaanlage einzuschalten, sie dient auch als Luftentfeuchter. Nur ein kleines Guckloch in der Scheibe freizukratzen und dann so loszufahren – das ist übrigens nicht erlaubt. Wer trotzdem so unterwegs ist, riskiert zehn Euro Bußgeld und, noch schlimmer, einen Unfall.

Weitere Bußgelder: Ein vor Fahrtantritt nicht von Schnee befreites Autodach kostet 25 Euro, zugeschneite Scheinwerfer mindestens 20 Euro und ein von Schnee bedeckte Kennzeichen immerhin noch fünf Euro. Deswegen vor jeder Fahrt das Auto von Schnee befreien und die Scheiben ordentlich enteisen. Beim Wintercheck, den viele Werkstätten für rund 20 Euro anbieten, überprüfen die Profis unter anderem, ob sich Wasser in Scheinwerfer und Leuchten gesammelt hat. Denn das kann die Funktion der Beleuchtungsanlage massiv beeinträchtigen.

Fahrerassistenzsysteme:

Die meisten Fahrerassistenzsysteme bedürfen im Winter keiner besonderen Aufmerksamkeit. Aber: Eis, Schneematsch und Schmutz können den Sensoren und Kameras zusetzen, die Systeme funktionieren dann nicht mehr richtig. Darum vor jeder Fahrt und auf längeren Touren auch zwischendurch Sensoren und Kameras gründlich mit einem sauberen Lappen reinigen. Grundsätzlich trägt der Fahrer die Verantwortung während der Fahrt, Assistenzsysteme dienen nur der Unterstützung. Besonders bei widrigen Wetterverhältnissen sollte man mit höchster Aufmerksamkeit fahren.

Panne? So verhalten Sie sich richtig

Tritt ein Defekt auf, bei nächster Möglichkeit rechts ranfahren, das Fahrzeug in einem sicheren Bereich abstellen und sofort die Warnblinkanlage aktivieren. Ideale Abstellplätze sind der Seitenstreifen und Parkbuchten, auf Autobahnen möglichst Rastplätze ansteuern. Bevor Sie das Auto verlassen, unbedingt die Warnweste anziehen. Die sollten sich also stets im Innenraum befinden, nicht im Kofferraum – am besten für jeden Insassen eine.

 

Als nächstes das Warndreieck mindestens 100 Meter vom Fahrzeug entfernt positionieren. Ist das Auto hinter einer Kurve oder Kuppe liegengeblieben, sollte man das Warndreieck unbedingt vor diesen Passagen platzieren, um die nachfolgenden Fahrzeuge rechtzeitig zu warnen.

 

Nach Aufstellen des Warndreiecks sollten Sie sich und etwaige Mitfahrer unbedingt in Sicherheit bringen. Begeben Sie sich, wenn möglich, hinter die Leitplanke. Bitte nicht versuchen, bei fließendem Verkehr das liegen gebliebene Fahrzeug am Straßenrand selbst flott zu machen. Wählen Sie stattdessen den Pannendienst oder im Notfall die Notrufnummern 112 (Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt) oder 110 (Polizei). Wenn das Handy keinen Empfang hat, gehen Sie an Autobahnen zur nächsten Notrufsäule. Ein Pfeil auf den Leitpfosten weist zum nächstgelegenen Standort.

 

Die Pannen-Checkliste für den Winter:

- Warndreieck

- Verbandskasten (Verfallsdatum!)

- Taschenlampe

- Warme Decke und isolierende Folien

- Ersatzkanister (möglichst gefüllt)

- Überbrückungskabel

- Starterbatterie

- Schneeketten

- Klappbare Schaufel

- Warnwesten im Innenraum (für jeden Insassen)

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