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Runter vom Gas
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Frühlingscheck fürs Fahrrad

So einfach wird das Fahrrad frühlingsfit.

 

Der Schnee schmilzt und die Tage werden länger. Also nichts wie rauf aufs Rad? Nicht ganz so schnell! Denn ein kalter Winter und langes Herumstehen gehen an Fahrrädern nicht spurlos vorüber. Höchste Zeit also für den Frühlingscheck, pünktlich zum Beginn der Fahrradsaison. Selbst Laien brauchen dabei oft nur ein paar Handgriffe, um ihr Fahrrad frühlingsfit zu machen.

Vor der ersten großen Radtour hat der treue Drahtesel einen gründlichen Frühlingscheck verdient – und zwar am besten, während es noch kalt ist. „Ich würde immer raten, das vor den ersten Frühlingstagen zu machen“, sagt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad. „Denn dann kann ich am ersten warmen Wochenende direkt losfahren.“ Und so geht’s: Mit diesen fünf Schritten wird das Fahrrad fit für den Frühling.

Tipp 1: Putzen

Wer Schäden an seinem Fahrrad entdecken will, muss es zuerst vom Dreck befreien. Der gröbste Schmutz lässt sich dabei in der Regel per Handfeger entfernen, eine alte Zahnbürste erreicht auch schwer zugängliche Stellen. Danach kommt das Waschen mit warmem Wasser, Lappen und Muskelkraft. Denn mit dem Hochdruckreiniger sollte man das Rad nicht abspritzen, warnt Fehlau. Dafür ist die teure Technik viel zu empfindlich. Wer nicht aufpasst, presst mit der Hochdruckreinigung sogar Schmutz und Feuchtigkeit in die Tretlager – und richtet so nur noch mehr Schaden an.

Das Rad nicht mit einem Hochdruckreiniger abspritzen – dafür ist die Technik viel zu empfindlich.

Tipp 2: Selber prüfen...

Ist das Fahrrad sauber, folgt der Routinecheck. „Reifen, Bremsen, Schaltung, Kette, Licht“, zählt Fehlau auf. „Das sind einfach Komponenten, die man mindestens einmal im Jahr anschauen muss.“ Haben die Reifen noch genug Luft, gibt es Brüche oder Risse an der Oberfläche? Ist die Kette sauber und unversehrt? Wie steht es um die Bremszüge und -beläge? Funktioniert die Schaltung noch? Ist die Lichtanlage in Ordnung und sind die Reflektoren intakt?

Etwas Öl tut dem Fahrrad an vielen Stellen gut – an den Bremszügen zum Beispiel, an der Kette natürlich auch. Die Beläge der Bremsen sollten dagegen nie mit Schmiermittel in Berührung kommen, weil sie sonst nicht mehr greifen. Und zum Schluss empfiehlt der Pressedienst Fahrrad noch, alle wichtigen Schrauben am Fahrrad einmal auf festen Sitz zu prüfen.

Wer sein Fahrrad frühzeitig in die Werkstatt bringt, profitiert oft von Sonderangeboten.

Tipp 3: ...und prüfen lassen

Viele Routinechecks an vielen Fahrrädern sind auch für Laien gut zu schaffen. „Wenn Sie ein Billy-Regal von Ikea aufbauen können, sollte das auch kein Problem sein“, sagt Fehlau. Wer allerdings unsicher ist, sollte den Besuch in einer Werkstatt nicht scheuen. Das gilt vor allem bei sicherheitsrelevanten Teilen wie den Bremsen und bei modernen Fahrrädern. „Das sind echte Hightech-Produkte, selbst in der Preisklasse um 1.000 Euro“, sagt Fehlau.

Hier scheitern Anfänger oft nicht nur an mangelndem Fachwissen, sondern auch an fehlendem Spezialwerkzeug. Der Vorteil: Wer sein Fahrrad früh im Jahr in die Werkstatt bringt, bekommt meist schnell einen Termin – und profitiert dabei oft von Sonderangeboten.

Tipp 4: Schützen

Je gründlicher Radler ihr Gefährt vor Schäden und Verschleiß schützen, desto ungestörter lässt es sich fahren – und desto schneller geht der Frühlingscheck im nächsten Jahr. Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, empfiehlt Gunnar Fehlau vor allem, den Luftdruck stets im Blick zu behalten. Wie viel Luft ein Reifen braucht, steht auf der Flanke. „Den Minimaldruck sollte man nie unterschreiten“, erklärt der Experte.

Darüber hinaus sollten Radler immer darauf achten, dass die Kette genügend Öl hat. Wer will, kann sein Rad nach dem Frühjahrscheck einmal komplett mit einem Pflegespray einsprühen. „Das mag nicht jeder“, sagt Fehlau. „Aber das Putzen geht dann im nächsten Jahr schon schneller.“ 

Tipp 5: Aufpassen

Wenn alles sauber, geprüft und gepflegt ist, geht es raus auf die erste Tour. Wer 2017 noch nicht unterwegs war, muss sich dabei auf ein paar neue Radler-Regelungen in der Straßenverkehrsordnung einstellen. Wichtig vor allem: Seit dem 1. Januar müssen sich Radfahrer an Kreuzungen ohne eigene Fahrradampel an die Lichtzeichen für Autos halten. Bisher war in solchen Fällen die Fußgängerampel ausschlaggebend. Und als Begleitperson kleiner Kinder bis zu acht Jahren muss man jetzt nicht mehr auf die Straße ausweichen, sondern darf gemeinsam mit ihnen auf dem Bürgersteig radeln.


Lange dauert der Frühjahrsputz fürs Rad nicht – vor allem dann nicht, wenn man sein Rad ohnehin regelmäßig pflegt. Etwas Zeit sollten Radler trotzdem einplanen. „Wer etwas Routine hat, schafft das eigentlich in 30 Minuten“, sagt Gunnar Fehlau. Wer sich nicht ganz so gut auskennt und vielleicht in die Werkstatt muss, braucht natürlich etwas mehr Zeit. Doch die Mühe lohnt sich garantiert – spätestens bei der ersten, sorgenfreien Radtour an einem Frühlingssonntag.

Fotos: dpa

https://www.runtervomgas.de/impulse/artikel/fruehlingscheck-fuers-fahrrad.html