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Fit für das Winterlager

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit endet die Hauptsaison für einige Fahrzeugarten. Mit diesen Tipps kommen die Verkehrsmittel gut durch die Winterpause.

 

11.11.2020

Der Winter steht vor der Tür. Sinkende Temperaturen und kürzer werdende Tage bedeuten vielerorts das Saisonende für Fahrzeuge wie Wohnmobile und Caravans, Motorräder, Pedelecs und so manches Fahrrad. Dann gilt es, das Gefährt für die Winterpause vorzubereiten. Wer dabei einige Tipps und Hinweise beachtet, vermeidet Standschäden und ist auf den Start in die neue Saison besser vorbereitet.

Überwinterungstipps für … Wohnmobil und Caravan:

  • Aufbau und Unterboden vor dem Einlagern auf Lack- und Rostschäden kontrollieren und diese gegebenenfalls ausbessern. Das vermeidet, dass aus kleinen Schönheitsfehlern über den Winter ernste Probleme werden.
     
  • Ein voller Tank schützt vor Korrosion beziehungsweise Rost – unabhängig davon, ob das Wohnmobil mit Benzin oder Diesel fährt.
     
  • Auf ausreichend Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage und im Kühlwasser achten, damit Leitungen nicht einfrieren und möglicherweise platzen.
     
  • Die Batterien müssen nicht zwangsläufig ausgebaut werden. An ein Erhaltungsladegerät angeschlossen sind sie vor einer vollständigen Entladung während längerer Standzeiten geschützt.
     
  • Den Luftdruck der Reifen um 0,5 bar über dem normalen Wert erhöhen, um Standschäden an den Reifen zu vermeiden.
     
  • Auf einen ebenerdigen Stellplatz achten, die Handbremse lösen und einen Gang einlegen. So gerät das Fahrzeug nicht ins Rollen und die Bremsanlage wird geschont. Wenn die Handbremse nicht angezogen wird, dann braucht man m.E. unbedingt zur Sicherheit auch Bremsklötze. Bitte recherchieren.)

Frisch geputzt in den Winter, sicher in die neue Saison

Für alle Fahrzeuge gilt: vor der Winterpause sorgfältig reinigen. Verunreinigungen, Flüssigkeiten und Schmutz können im Laufe der Zeit die Materialien angreifen und Schäden verursachen. Ohnehin steigert es die Freude, wenn man im nächsten Frühjahr mit einem frisch geputzten Gefährt in die neue Saison starten kann. Vor der ersten Fahrt muss das Fahrzeug natürlich trotzdem noch einmal sorgfältig gecheckt werden.

… Motorrad und Roller:

  • Überwintert das Kraftrad im Freien, ist es unter einer Plane vor Wind und Wetter geschützt. Je passgenauer diese sitzt, desto weniger scheuert sie an der Maschine. Eine lackschonende Innenseite schützt zusätzlich vor Kratzern. Außerdem gilt: regelmäßig lüften, damit sich unter der Plane keine Feuchtigkeit bildet.
     
  • Achtung: Krafträder mit Saisonkennzeichen dürfen außerhalb des Zulassungszeitraumes nicht auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden.
     
  • Vor längeren Standzeiten empfiehlt sich der Ausbau der Batterie. Voll geladen lagert sie am besten an einem trockenen und kühlen Ort. Nach etwa drei Monaten Standzeit und vor Beginn der neuen Saison sollte die Batterie nachgeladen werden.
     
  • Den Tank entsprechend der Herstellervorgabe füllen, das vermeidet Korrosionsschäden. Ausnahme: Tanks aus Kunststoff. Sie sollten leer sein, damit Bestandteile des Kraftstoffes die Tankinnenwände nicht angreifen.
     
  • Ein Ölwechsel vor dem Winter verhindert, dass Stoffe im alten Öl Teile wie Kolben oder Lager angreifen.
     
  • Um einen „Standplatten“ zu vermeiden, sollte der Reifendruck um ca. 0,5 bar erhöht werden und die Reifen in regelmäßigen Abständen ein wenig weitergedreht werden.

Notwendige Reparaturen noch vor dem Winter durchführen lassen.

Der Beginn der kalten Jahreszeit ist auch ein guter Zeitpunkt für eine Inspektion in der Werkstatt oder beim Fachhändler. Sollten noch Reparaturen anfallen, besteht weniger Zeitdruck. Ohnehin sind Termine dann leichter zu bekommen als im Frühjahr. Dennoch: Aufgrund der mitunter langen Standzeiten muss ein ausgiebiger Check erfolgen, bevor man in die neue Saison startet, v.a Lichtsysteme, Bremsen und Reifen müssen kontrolliert werden.

… Fahrrad und Pedelec:

  • Wenn das Rad an einem Wand- oder Deckenhalter aufgehängt überwintert, lastet weniger Druck auf den Reifen. Das schont Mäntel und Lager. Bei abgestellten Fahrrädern und Pedelecs ist es hingegen ratsam, die Reifen gelegentlich ein Stück weiterzudrehen.
     
  • Ein etwa um die Hälfte verringerter Luftdruck schont das Material von Schläuchen und Mänteln.
     
  • Extreme Temperaturen wirken sich mitunter negativ auf die Kapazität von Pedelec-Akkus aus. Deshalb sollten sie den Winter im warmen Zuhause verbringen, mindestens jedoch bei 10 Grad Celsius und in einem trockenen Raum.
     
  • Der Pedelec-Akku sollte nicht dauerhaft geladen werden. Besser ist es, ihn hin und wieder ans Netzgerät anzuschließen. Das vermeidet eine vollständige Entladung.
     
  • Die Bremshebel von Scheibenbremsen sollten angezogen fixiert werden, etwa per Gummiband oder Kabelbinder. So verhindert man, dass sich Luft im Bremssystem verteilt und die Bremswirkung nachlässt.

Bilder: Shutterstock

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