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Runter vom Gas
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Am Ende immer offline

Weltweit warnen Kampagnen vor dem Gebrauch vom Handy am Steuer.

 

Es ist ja nur ein kurzer Blick. Das Handy blinkt schon zum dritten Mal. Sicher möchte nur jemand wissen, wo man bleibt. Und es kann doch nicht viel passieren, wenn man einmal schnell zum Smartphone greift. Ein Irrtum, dem weltweit viele Autofahrer erliegen. Ein schwerwiegender Irrtum: Das Handy am Steuer kann tödlich sein.


Alleine in Deutschland nutzt laut einer Studie der Allianz Versicherung fast jeder zweite Autofahrer das Mobiltelefon während der Fahrt (46 Prozent). Dass Handys am Steuer weltweit ein Problem sind zeigen Kampagnen aus aller Welt. „Runter vom Gas“ stellt eine kleine Auswahl an Kampagnen aus aller Welt vor. Teils witzig, teils schockierend – aber immer mit der klaren und wichtigen Botschaft: Hände ans Steuer, Augen auf im Straßenverkehr!

Es kann warten I

Der Zuschauer kommt ins Schmunzeln, wenn er die Fußgänger mit dem Blick auf ihr Smartphone gerichtet gegen Verkehrsschilder, Laternen oder sogar andere Passanten laufen sieht. Dazu dudelt Musik wie in einer Zirkusmanege. Aber am Ende gibt es keinen Applaus, sondern einen Schocker. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wenn wir es nicht einmal schaffen, unfallfrei mit dem Handy zu Fuß zu gehen, wie soll dann Autofahren funktionieren. Kein Anruf und kein Text ist es wert, das Leben zu riskieren. Mit diesem Appell sorgt der Clip einer Verkehrssicherheitskampagne aus Südafrika im Internet für Aufsehen.

Es kann warten II

Wie viele Leben verändert ein einziger Unfall? Ein schneller Blick auf das Smartphone während der Fahrt und der Wagen gerät auf die falsche Fahrbahn. In diesem eindrucksvollem Video zeigt ein amerikanischer Mobilfunkanbieter welch einschneidende Auswirkungen dieser Moment der Unachtsamkeit haben kann. Ein Film, der vor Spannung kaum auszuhalten ist, immer mit der Ahnung der nahenden Katastrophe. Und wenn der Augenblick des Unfalls zurückgespult wird, ist die bedrückende Botschaft klar: Die Tragödie hätte verhindert werden können. Die Handy-Nachricht hätte warten können.

Vor laufender Kamera

Ashley Waxman Bakshi ist eine der bekanntesten Video-Bloggerinnen Israels. Ihre täglichen Updates und Tutorials erreichen über 100.000 Follower auf YouTube und Instagram. Während eines ihrer aktuellen Videos stockte den Usern aber kurz der Atem. In einem Live-Video spricht sie während der Fahrt vom Fahrersitz in die Kamera und nimmt dabei immer wieder ihr Smartphone in die Hand. Bis nach einigen Minuten Crashgeräusche zu hören sind, der Bildschirm wackelt und schließlich schwarz wird. Doch nur wenige Sekunden später steht Ashley lebendig vor der Kamera und klärt auf: Ihr Unfall ist nur inszeniert und sie warnt eindrücklich davor, das Handy während der Fahrt zu nutzen.

Da kann man ja gleich betrunken fahren

Ein Pärchen verlässt einen Pub und macht sich auf den Heimweg. Sie ist nüchtern und fährt. Doch als sie während der Fahrt permanent auf ihrem Handy tippt, lallt ihr betrunkener Beifahrer: Ich glaube ich sollte besser fahren. Nach einer durchzechten Nacht betrunken auf den Fahrersitz klettern? Auf die Idee würde wohl kaum jemand kommen. Aber wieso ist das Kommunizieren mit dem Smartphone am Steuer nicht ähnlich sozial geächtet wie Fahren im betrunkenen Zustand? Denn das Unfallrisiko durch Ablenkung ist ähnlich hoch. Diesen Vergleich zieht eine Initiative aus England - mit bekannt britischem Humor.

Wen freut die Todesfahrt?

Für eine besonders provozierende Plakatwerbung sorgt ein Fake eines Bestattungsunternehmens in Ontario, Kanada. Auf einer Anzeigentafel am Straßenrand animiert das „Wathan Funeral Home“ Autofahrer dazu während der Fahrt mit dem Handy zu kommunizieren – da sich durch die Häufung von Unfällen mit Todesfolge ein lukratives Geschäftsfeld eröffne. Auf der dazugehörigen Website wird allerdings aufgeklärt: Tatsächlich steckt hinter der Werbung eine kanadische Initiative, die auf die steigenden Unfallzahlen durch Ablenkung am Steuer hinweist und warnend hinzufügt: „Fahrer, die während der Fahrt Nachrichten schreiben, sind 23 Mal mehr gefährdet, in einen Unfall verwickelt zu sein.“

Kopf Hoch!

Wie tödlich ein kurzer Blick auf das Telefon sein kann, zeigt auch eine deutsche Kampagne, initiiert vom Radiosender N-JOY. Ein junges Mädchen kommuniziert mit ihren Eltern und freut sich auf den Heimatbesuch. Noch während der Fahrt schreibt sie ihrer Mutter. Doch die letzte Antwort nimmt sie nicht mehr selbst entgegen. Wenn plötzlich der weiße Handschuh eines Helfers an der Unfallstelle das Smartphone greift, läuft es einem eiskalt den Rücken herunter. Es wird klar: Das sicherste Motto im Straßenverkehr lautet: Handy aus!

https://www.runtervomgas.de/horizonte/artikel/am-ende-immer-offline.html